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Den Kinderschuhen entwachsen

Die meisten gr√ľnen Investments ‚Äď beispielsweise in moderne Biogasanlagen ‚Äď sind heute ertragreicher als herk√∂mmliche Geldanlagen. Foto: djd/UDI
20.01.2017

Die erneuerbaren Energien sollen zur tragenden S√§ule der Stromversorgung in Deutschland werden ‚Äď nach den Vorstellungen der Bundesregierung werden sie 2025 einen Anteil von 40 bis 45 Prozent und im Jahr 2050 schon 80 Prozent haben.

Die Ziele d√ľrften realistisch sein, schlie√ülich wurde 2015 nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums bereits eine neue Bestmarke erreicht, der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung lag bei knapp einem Drittel (32,6 Prozent).

Die Zahlen beweisen: Die Technologien im Bereich der erneuerbaren Energien sind l√§ngst den Kinderschuhen entwachsen und k√∂nnen sich mittlerweile absolut dem Wettbewerb mit anderen Technologien stellen. Das gilt f√ľr Solarparks und Windenergie an Land und auf See, aber auch f√ľr den wachsenden Markt der Biogasanlagen.

Entsprechend attraktiv sind Geldanlagen in erneuerbare Energien, auch sie haben sich seit langem etabliert. Nach Angaben des Fachverbandes Forum Nachhaltige Geldanlagen haben die Deutschen hier aktuell 137 Milliarden Euro investiert. Man muss als Anleger nicht auf Rendite verzichten – und kann gleichzeitig etwas f√ľr die Gesellschaft und die Umwelt tun. Die meisten gr√ľnen Investments sind heute sogar ertragreicher als herk√∂mmliche Geldanlagen. Dabei wird direkt oder indirekt in bestimmte Projekte oder in Unternehmen investiert, die √Ėkokraftwerke bauen und projektieren oder betreiben. Die Gewinne und Ertr√§ge werden √ľberwiegend durch Strom- oder W√§rmeproduktion erwirtschaftet. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sichert die Stromabnahme und regelt den Verkaufspreis der gewonnenen Energie. Trotz einer Senkung der Verg√ľtung in den letzten Jahren ist diese Branche immer noch rentabel, die Verg√ľtungss√§tze sind ausreichend hoch.

Bauen mit Lehmbaustoffen

20.01.2017

Seit √ľber 9000 Jahren baut die Menschheit mit Lehmbaustoffen: Gebrannte Ziegel, ungebrannte Gr√ľnlinge, Lehmm√∂rtel, Ofenlehm, Stampflehm, Lehmplatten, Lehmputze und Lehmfarben.

Noch heute lebt ein Drittel der Weltbev√∂lkerung in Lehmh√§usern. Von der Chinesischen Mauer, die urspr√ľnglich aus Stampflehm errichtet wurde, √ľber die gro√üe Pyramide in Teotihuacan, Mexiko (2 Mio. t Lehmkern), hin zu den teils jahrhunderte alten Fachwerkh√§user in Deutschland haben sich Lehmbaustoffe als dauerhafter und somit wirtschaftlicher Baustoff bew√§hrt. Doch es sind vor allem auch die positiven Wohneigenschaften, die Lehmbaustoffe herausragen lassen:

‚Äď Lehm speichert W√§rme und gib diese als gesunde Strahlungsw√§rme wieder ab.

‚Äď Lehm reguliert die Luftfeuchtigkeit und tr√§gt somit zu einem gesunden Raumklima bei.

‚Äď Lehm bindet Schadstoffe, Feinstaub und Ger√ľche, er ‚Äěreinigt‚Äú kontinuierlich die Luft.

‚Äď Lehm kann Elektrosmog/hochfrequente Strahlung (Mobilfunk, UMTS, GPS etc.) abschirmen.

‚Äď Lehm ist stets wiederverwendbar und spart durch unaufwendige Herstellung Energie.

‚Äď Lehmbau ist leicht zu erlernen, die Techniken sind teils seit vielen Jahrhunderten bekannt.

‚Äď Lehm konserviert Holz durch Entfeuchtung.

‚Äď Lehm ist ein Baumaterial, das mit wenig Energieaufwand produziert wird, einfach zu verarbeiten ist und keine Schadstoffe abgibt. Das wasserl√∂sliche Gesteinsgemisch verbessert sogar das Raumklima, da es Luftfeuchtigkeit aufnehmen und abgeben kann. Als Baustoff eignet es sich auch wegen seiner w√§rmespeichernden und schalld√§mmenden Eigenschaften.

Zeitgem√§√üer Lehmbau deckt heute ein breites Spektrum von Anwendungen ab: Vom √∂kologischen Trockenbau √ľber die Innend√§mmung in Neu- und Altbauten bis hin zur Fachwerksanierung ‚Äď √ľberall kommt Lehm zum Einsatz. Neben ihren √ľberragenden bauphysikalischen Eigenschaften √ľberzeugen Lehmbaustoffe heutzutage auch durch ihre √§sthetischen Qualit√§ten.

Auf farbige Lehm-Designputze zur Wandgestaltung schwören anspruchsvolle Wohndesign-Liebhaber ebenso wie junge Familien, die gesteigerten Wert auf ein wohngesundes Lebensumfeld ihres Nachwuchses legen. Auch bei der Badgestaltung weiß das historische Baumaterial zu punkten: Beschlagene Spiegel sind in Windeseile wieder klar Рdank feuchteregulierendem Lehmputz.

Energie meistbietend zu verkaufen

Solarstrom nicht zum Standardtarif einzuspeisen, sondern √ľber Strommakler meistbietend zu verkaufen, kann sich lohnen. Foto: djd/E.ON
20.01.2017

Mit dem Erfolg der Energiewende steigt der Anteil erneuerbarer Energien bei der Stromerzeugung weiter an. Ein Grund daf√ľr ist auch, dass der Gesetzgeber heute flexiblere Erl√∂smodelle f√ľr die Betreiber gestattet ‚Äď anstelle der bisher starren, von oben verordneten Einspeiseverg√ľtung.

Heute ist zum Beispiel die sogenannte EEG-Direktvermarktung möglich. Das bedeutet, dass im Prinzip jeder, der Strom mit einer Photovoltaik-, Biogas- oder Windkraftanlage erzeugt, die Energie nicht ins Netz einspeisen muss, sondern sie selbst auf dem Strommarkt anbieten kann.

Theoretisch k√∂nnte also ein Hausbesitzer seinen Nachbarn den selbst erzeugten Strom √ľber den Gartenzaun meistbietend verkaufen, wenn gerade die Sonne scheint und er selbst keinen Bedarf hat. Den Zuschlag bek√§me dann derjenige, der die h√∂chste Verg√ľtung zu zahlen bereit ist.

In der Praxis funktioniert das schon aus technischen Gr√ľnden nicht ganz so einfach. Betreiber kleinerer und mittlerer Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien verkaufen die Elektrizit√§t daher nicht selbst, sondern k√∂nnen diesen Part Anbietern √ľberlassen, die dann quasi in der Rolle eines Maklers f√ľr sie t√§tig werden.

Staatliche Prämien puffern Preisrisiko ab

Ist die Stromnachfrage gro√ü, lassen sich im Markt attraktive Erl√∂se erzielen, die weit √ľber der Einspeiseverg√ľtung liegen. Ist die Nachfrage gering, liegen die Preise weit niedriger. Dass die Direktvermarktung trotz volatiler Preise unterm Strich mehr abwirft als das herk√∂mmliche Modell, liegt auch an den Pr√§mien, mit denen der Gesetzgeber die Risikobereitschaft belohnt und die Direktvermarktung f√∂rdert. Die H√∂he der Pr√§mie berechnet sich aus der Differenz zwischen Einspeiseverg√ľtung sowie dem durchschnittlichen monatlichen B√∂rsenpreis f√ľr Strom und f√§ngt damit Preisschwankungen teilweise auf. Zus√§tzlich gibt es noch eine Management-Pr√§mie, die den Mehraufwand und das Preisrisiko abpuffert.

Direktvermarktung wird zum Normalfall

Neue Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien mit einer Anschlussleistung ab 500 kW m√ľssen nach den Vorgaben des Gesetzgebers seit 2015 an der Direktvermarktung teilnehmen, ab 2016 sind auch kleinere Anlagen ab 100 kW dazu verpflichtet. Da die Vermarktung an der Stromb√∂rse und an die Gro√üh√§ndler anspruchsvoll ist, √ľberlassen Stromerzeuger den Verkauf Partnern, die √ľber langj√§hrige Erfahrung und Expertise verf√ľgen.

Dämmen mit Naturstoffen

20.01.2017

Wer mit dem Gedanken spielt, seine vier W√§nde zu d√§mmen, sollte erw√§gen, auf nat√ľrliche, nachwachsende Materialien zur√ľckzugreifen.

Die Nachfrage nach D√§mmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen steigt stetig, denn sie garantieren eine hohe bautechnische Qualit√§t mit besonders g√ľnstigen Eigenschaften im sommerlichen Hitzeschutz, ein angenehmes Wohnklima und einen schonenden Umgang mit fossilen und mineralischen Ressourcen.

Damit zählen sie zu den wichtigsten Naturprodukten beim Hausbau, deren Qualitäten den heutigen technischen und bauphysikalischen Anforderungen voll entsprechen.

Neue Herstellungsmethoden sorgen f√ľr verbesserte Materialien, Anwendungsspektrum und Angebotspalette wachsen.

Insbesondere die Anforderungen an einen erh√∂hten W√§rmeschutz mit dem Ziel einer globalen CO2-Reduktion machen die Naturd√§mmstoffe noch attraktiver, da hier die CO2-Bilanz ausgeglichen, bei D√§mmung aus Jute sogar positiv ist. Mit einer D√§mmung aus Jute, Hanf, Zellulose oder Holzfaserplatten kann ein sommerlichen Hitzeschutz erreicht werden, mit dem schlaflose N√§chte in √ľberhitzten R√§umen unter dem Dach der Vergangenheit angeh√∂ren. Die h√∂heren Anspr√ľche an gesundheitsrelevante Faktoren und Wohnkomfort, steigende Energiepreise und die Forderung nach nachhaltiger Bauweise sprechen immer h√§ufiger f√ľr ‚ÄěD√§mmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen‚Äú. Auf dem Markt gibt es derzeit Produkte aus Jute, Hanf, Zellulose, Holzfasern, Flachs, Schafwolle, Stroh und Kork. Der Kunde profitiert somit von einer breiten Auswahl.

K√ľhlen und l√ľften

W√§rmepumpen, die nicht nur heizen, sondern auch k√ľhlen k√∂nnen, machen eine zus√§tzliche Klimaanlage in der Regel √ľberfl√ľssig. Foto: djd/W√§rme+/Vaillant
20.01.2017

 

W√§rmepumpen nutzen die Energie aus Luft, Grundwasser oder Erde, um effizient und umweltfreundlich W√§rme zu erzeugen. Doch viele W√§rmepumpen k√∂nnen nicht nur heizen, sondern zus√§tzlich auch k√ľhlen und l√ľften.

 

 

Wer sich f√ľr die K√ľhlfunktion einer W√§rmepumpe interessiert, muss zun√§chst zwischen aktiver und passiver K√ľhlung unterscheiden. W√§hrend W√§rmepumpen das Erdreich oder das Grundwasser in der kalten Jahreszeit als W√§rmequelle nutzen und deren Energie im W√§rmepumpenprozess auf ein h√∂heres Niveau anheben, wird bei der passiven K√ľhlung im Sommer das dann im Verh√§ltnis k√ľhle Temperaturniveau von Erde oder Grundwasser genutzt. Das Heizungswasser flie√üt √ľber einen externen W√§rmetauscher und wird durch Grundwasser oder Sole gek√ľhlt und wieder ins Geb√§ude geleitet. √úber eine Fu√übodenheizung oder Gebl√§se-Konvektoren kann dann die Temperatur in den R√§umen um bis zu drei Grad gesenkt werden. Die W√§rmepumpe selbst muss nicht aktiv mitarbeiten, nur Regelung und Umw√§lzpumpe sind in Betrieb. Daher ist der Aufwand f√ľr die K√ľhlung relativ gering.

 

Bei der aktiven K√ľhlung wird der W√§rmepumpenprozess aktiv genutzt. Daf√ľr k√∂nnen reversible W√§rmepumpen ihren K√§ltekreis umkehren. Das hei√üt, die W√§rmepumpe entzieht dem Haus W√§rme √ľber Gebl√§sekonvektoren, Fu√üboden- oder Wandfl√§chenheizungen und k√ľhlt es auf diesem Wege. Die W√§rme wiederum wird ans Grundwasser oder das Erdreich abgegeben. Der Vorteil: Die aktive K√ľhlung bringt eine gr√∂√üere K√ľhlleistung als die passive.

 

Heizen, l√ľften, W√§rme r√ľckgewinnen

 

Sogenannte Integralger√§te, die vor allem f√ľr H√§user mit Niedrigenergiestandard interessant sind, k√∂nnen zus√§tzlich L√ľftungsfunktionen √ľbernehmen.

 

Dabei f√ľhren Ventilatoren die verbrauchte Luft in den R√§umen √ľber eine zentrale L√ľftungsanlage ab und leiten sie nach au√üen. Zuvor entzieht die W√§rmepumpe bis zu 90 Prozent der Energie aus der Abluft und f√ľhrt sie dem W√§rmepumpenprozess zu. So wird die Abluftw√§rme optimal etwa zur Warmwasserbereitung genutzt. √úber Ventile in der Au√üenwand str√∂mt dann Frischluft in die Wohnr√§ume.